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GBS

Das Guillain-Barré-Syndrom ist eine Erkrankung der Nervenbahnen, die vom Rückenmark zu den Muskeln oder anderen Organen bzw. von Haut und Organen zum Rückenmark ziehen. Am stärksten sind dabei in der Regel die längsten Nervenbahnen, die zum Bein ziehen, betroffen. Lähmungen und Gefühlsstörungen sind die häufigsten Symptome, aber auch andere Funktionen können betroffen sein. Pro Jahr erkranken von 100.000 Einwohnern etwa 1 bis 2 - damit zählt das Guillain-Barré-Syndrom zu den sog. Seltenen Erkrankungen.  Männer sind  im Verhältnis von 1,25 : 1 etwas häufiger betroffen als Frauen.

 

Das Guillain-Barré-Syndrom zeigt sich mit oft von den Beinen aufsteigenden Muskelschwächen, die bis zu einer vollständigen Lähmung der Arme und Beine sowie Atemlähmung führen können.
In unterschiedlichem Ausmaß treten auch Störungen der Sensibilität (Gefühl für Berührung, Schmerz, Temperatur, Lagesinn) auf. Die Patienten berichten dann oft von Kribbelmissempfindungen oder Taubheit. 

 

Die Therapie des Guillain-Barré-Syndroms ist vom Verlauf abhängig. Dabei wird ein Eingriff in das Immunsystem dann vorgenommen, wenn Patienten ohne Hilfe nicht mehr gehen können, wenn Störungen der Atmung oder des Schluckens auftreten. Es werden entweder die Plasmapherese oder die Gabe von Immunglobulinen durchgeführt.

 

Zur Selbsthilfrguppe berichtet ein Mitglied: "Im Wetteraukreis sind wir vier Betroffene, die sich schon lange gut kennen. Ich bin die Repräsentantin für diese Region. In ganz Deutschland gibt es 85 örtliche Repräsentanten bei über 1000 Mitgliedern, darunter viele Ärzte. Das bundesweite Zentrum ist  die Deutsche GBS-Inititative e.V. in Mönchengladbach. Dort laufen alle Informationen zusammen. Es gibt sieben Arbeitskreise und einen medizinisch-wissenschaftlichen Beirat mit 15 Professoren. An sie wenden wir uns, wenn wir einen Vortrag in einer Klinik organisieren wollen. Das geschieht dann in Zusammenarbeit mit Ärzten in Bad Orb, Bad Soden-Allendorf und im Krankenhaus Nordwest.

 

Wir vier laden auch zum Erfahrungsaustausch ins Haus der Begegnung in Bad Vilbel ein. Adressen bekommen wir von der Hauptstelle aus Mönchengladbach. Da können schon mal 30-40 Betroffene und deren Angehörige zusammen kommen."

 

Ort und Termin bitte bei uns im Büro erfragen.